6 Wochen No Poo – mein Selbstversuch

Der Trend von “No Poo” (Kurzform für No Shampoo) kommt – woher auch sonst – aus den USA. Ich leide unter sehr feinem Haar, die sich auch schnell mal aufladen. Meine Haare sind von Natur aus super glatt, lassen sich nicht mal mit Tonnen von Haarspray, Schaumfestiger oder Gel formen, meistens höchstens für 2 Stunden. Das ist extrem nervig!

 

Durch die Bloggerin Hellopippa kam ich zum Entschluss, dass ich dem Ganzen eine Chance gebe. Mein Experiment sieht vor meine Haare einen Monat lang nicht mit Shampoo zu waschen, sondern mit Roggenvollkornmehl und Apfelessig – und ja, es ist ein ziemlich merkwürdiges Gefühl. Es gibt auch einige, die ihre Haare nur mit Wasser waschen, aber das ist mir ehrlich gesagt zu extrem.

Start des Experimentes war der 01.01.2018. Kurz vor Neujahr ging ich zum DM und kaufte mir ein Tiegel für Bodylotion – das ist eine Plastikdose zum Selbst befüllen – (Kostenpunkt: 2,45€/250ml) zum Anrühren und mein Roggenvollkornmehl (Kostenpunkt: 1,35€/1kg). DM besitzt auch Bio Apfelessig (Kostenpunkt: 1,45€/750ml), allerdings hatte meine Mama daheim noch welchen, deswegen griff ich erstmal auf den zurück.

Anmischen:

Für den Shampoo-Ersatz mische ich 3 EL fein gesiebtes Mehl mit ca. 6 EL Wasser zu einer klumpenfreien Masse, für die Spülung verwende ich Apfelessig mit kaltem Wasser (Verhältnis 1:10). Bei diesen Angaben halte ich mich komplett an die Angaben von HelloPippa.

Woche 1

Die erste Haarwäsche war extrem merkwürdig. Die Masse ist nicht ergiebig und fühlt sich in den Haaren wirklich neu an, aber – das beruhigt mich viel mehr – den Apfelessig riecht man nicht raus. Sobald meine Haare trocken sind, rieche ich gar nichts mehr. Meine Haare haben aber auch keinen speziellen Duft, sie riechen eher nach Frische, so als ob man lange draußen gewesen wäre während es windig ist. Ich mag das ziemlich.

Woche 2

Die zweite Woche war schon deutlich anstrengender. Meine Haare mussten täglich gewaschen werden, fühlten sich nicht gut an und sahen unschön aus. Um am sozialen Leben halbwegs teilnehmen zu können, hab ich meine Haare morgens mit Trockenshampoo behandelt – anders gings nicht.

Woche 3

Langsam gewöhnen sich meine Haare an die Umstellung. Seltener als mit normalem Shampoo muss ich aber meine Haare nicht waschen, jeden zweiten Tag ist aktuell Pflicht. Mittlerweile nervt mich das Sieben auch extrem, also lasse ich das weg, muss dafür meine Haare deutlich länger & gründlicher auswaschen und föhnen, damit die letzten Reste auch noch verschwinden.

Woche 4

Meine Haare fühlen sich eklig an. Unsauber. Verklebt. Einfach nicht schön – also griff ich (zum ersten Mal!) zum Shampoo. Ich bin extra zum DM gelaufen, um mir Babyshampoo zu kaufen und meine Haare einmal richtig “sauber” zu waschen, das Gefühl war unglaublich. Aber direkt beim Föhnen habe ich gemerkt, dass meine Haare einiges an Volumen verloren haben und sie waren wieder feiner. Einen Tod muss man wohl oder übel sterben.

Um meine Haare vom Trockenshampoo zu lösen, bin ich auf Babypuder umgestiegen, welches ich mit entöltem Backkakao vermischt habe, damit man das nicht ganz so schlimm sieht.

Woche 5

Damit ich das Gefühl von sauberen Haaren nicht verliere, habe ich aus der Drogerie Natron gekauft und es unter das Mehl gemischt. Seitdem sind meine Haare deutlich sauberere und ich kann jeden dritten Tag meine Haare waschen. Auf Empfehlung von Antonia von mutausbruechen habe ich mir eine neue Bürste zugelegt, eine aus Wildschweinborsten. Die soll dafür sorgen, dass sich das Fett der Haare besser verteilt, was die beste Pflege für das Haar sein soll. Obwohl drauf steht, dass es nicht elektrisierend wirken soll, haben sich meine Haare komplett aufgeladen und fliegen seither in der Weltgeschichte rum.

Woche 6

Die letzte Woche. Mittlerweile ziehe ich das nur noch aus Prinzip durch, nicht mehr aus Überzeugung. No Poo ist schon aufwendiger als normales Shampoo zu benutzen, bringt allerdings einige Vorteile mit sich. Für mich jedoch etwas, was ich nicht dauerhaft machen möchte.

Mein Fazit

No Poo ist von Haar zu Haar unterschiedlich. Bei meinen Haaren merke ich zwar einen Unterschied, der aber am Anfang deutlich extremer war als gegen Ende. Da ich meine Haare nach wie vor jeden zweiten bis dritten Tag waschen muss, werde ich wieder auf normales Shampoo umgreifen. Ich bin faul und stehe wahnsinnig auf praktische Dinge. Trotzdem ist für mich klar: No Poo ist super, um die Haare mal wieder zu reinigen und ich werde das zwischendurch als Kur definitiv nochmal machen, aber dauerhaft ist mir das zu anstrengend.

Beibehalten werde ich allerdings die Apfelessig Spülung, durch die meine Haare viel mehr Glanz bekommen haben.

 

 

Habt ihr Fragen, Erfahrungen oder Anregungen? Schreibt mir gerne ein Kommentar 🙂

In Liebe,

 

Miss Sina Bambina

 

2 Kommentare zu „6 Wochen No Poo – mein Selbstversuch“

  1. Ich bin auch am überlegen No Poo mal auszuprobieren und möchte dem ganzen auch eine Chance geben. Jedoch möchte ich noch warten bis wieder Ferien sind um nicht jedes Mal zum trockenshampoo greifen zu müssen.
    Werde noch werde noch weitere Blogs über no poo und hoffe das ich irgendwann loslege.
    Danke für dein Fazit❤️

    1. Misssinabambina

      Ganz ganz viel Erfolg damit!
      Es fühlt sich anfänglich extrem komisch an, aber man gewöhnt sich wirklich schnell dran. Berichte doch dann mal wie deine Ergebnisse sind 🙂

      Liebe Grüße!

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