Ein Liebesbrief an … Weihnachten

Das ist der erste Blogpost seit Ewigkeiten, aber wenn nicht, wenn zu Weihnachten?
Weihnachten. Für mich vermutlich die schönste Zeit des Jahres. Aber wieso? Wieso verfallen wir in den größten Kaufrausch, Vorfreude und sehen alles – zumindest das meiste – positiver?

Dezember ist die Zeit, in der ich mich auf wirklich ALLES freue. Ich grinse gefühlt hundert Mal mehr als sonst und bin deutlich fröhlicher, obwohl ich morgens um 5 Uhr aufstehen muss und zur Uni fahre.

Da ich halb katholisch und halb moslemisch aufgewachsen bin, habe ich sehr unterschiedliche Traditionen mitbekommen und habe meine eigene Definition von Heiligabend. Zwar kenne ich die Bedeutung von Heiligabend, aber wo ich mich nie zurück halten kann sind Geschenke. Ich LIEBE Geschenke – bzw Geschenke zu verteilen. Bereits Mitte Oktober habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich an Weihnachten verschenke.

 

 

An Heiligabend essen wir immer Fisch, es gab noch nie Fleisch und ich bezweifle, dass ich diese Tradition nicht übernehmen werde. Am 1. Weihnachtsfeiertag besuchen wir entweder die Familie oder bekommen Familienbesuch – das ist immer sehr chaotisch, aber es gehört irgendwie dazu. Früher war es mir unfassbar wichtig die besten, tollsten und ausgefallensten Geschenke zu machen, mittlerweile ist es mir wichtiger etwas (halbwegs) nützliches zu schenken, worüber man sich eben freut, aber es sich nicht selber kaufen würde. Zwar kaufe ich immer noch viel zu viel, aber ich liebe es, wenn Menschen sich darüber freuen wie viel Mühe man sich gemacht hat – im Prinzip ein kleines Dankeschön an alle, die mich das ganze Jahr über ertragen müssen.

 

Weihnachten ist definitiv nicht die harmonischste Zeit, alles stresst einen irgendwie, aber ich lieb’s. Ich bin zwar total anfällig an Stress, aber Weihnachtsstress ist der schönste Stress. Die Uni ist im Dezember gefühlt die Hölle, aber in der Uni gibts Glühwein, um der Uni herum gibts überall Glühwein, Weihnachtsmärkte, Plätzchen und der Duft von Waffeln – was gibts besseres? Ich esse kiloweise Mandarinen, trinke mehr Tee als im Rest des Jahres, mache Kerzen an (das gibts sonst nie bei mir!), Weihnachtsmusik läuft rauf und runter, selbst die traurigsten Lieder können mir nichts haben.

Und dann schneit es. Schnee. Schnee ist etwas, was für mich nach wie vor super magisch ist, was mich in mein 5-jähriges Ich verwandelt und lässt mich so lange draußen bleiben bis meine Füße gefrieren. Das liegt, so vermute ich, an den Gilmore Girls. Seit ich denken kann schaue ich Gilmore Girls, im Dezember fange ich immer bei Staffel eins an und schaue es bis Mitte Januar durch.

 

Habt ihr Traditionen? Was ist euer schönster Moment im Dezember?

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